Was ist ein Codesharing-Flug und an wen stelle ich meine Ansprüche?

Bei einem Codeshare-Abkommen (Codeshare-Flug) teilen sich zwei oder mehrere Fluggesellschaften einen Flug. Jede Fluggesellschaft verkauft diesen Flug unter einer eigenen Flugnummer.

So kann bei einer Gesellschaft ein Platz für einen Flug gebucht werden, der tatsächlich von einer anderen Fluggesellschaft unter einer anderen Flugnummer durchgeführt wird.

Die Fluggesellschaft, die den Flug tatsächlich durchführt, nennt man den „Operating Carrier“.

Die Fluggesellschaften, die den Flug unter ihrer eigenen Flugnummer verkaufen, aber nicht selbst durchführen, nennt man Marketing Carrier.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Familie Müller bucht bei United Airlines einen Flug von Frankfurt nach Seattle mit einem Anschlussflug von Seattle nach Honolulu.

Auf der Buchungsbestätigung stehen für beide Flüge die Flugnummern von United Airlines (erkennbar am Airline IATA Code UA).

Zusätzlich steht bei dem Flug von Frankfurt nach Seattle allerdings noch der Zusatz „operated by Lufthansa“.

Dieser Flug wird also eigentlich von der Lufthansa durchgeführt und im Rahmen des Codeshare-Abkommens lediglich als United Airlines-Flug verkauft.

In diesem Fall ist United Airlines also der Marketing Carrier und Lufthansa ist der Operating Carrier.

Und an welche Airline stelle ich meinen Anspruch bei einem Codeshare-Flug?

Für Ansprüche aus den Fluggastrechteverordnungen ist immer die Fluggesellschaft zuständig, die den Flug durchgeführt hat (der Operating Carrier). Dieser sollte im Falle eines Codeshare-Fluges in Ihrer Buchungsbestätigung erkennbar am Zusatz „operated by“ sein.

So muss im vorigen Beispiel die Forderung bei Lufthansa eingereicht werden, obwohl der Flug bei United Airlines gebucht wurde und auch eine United Airlines Flugnummer hat.

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